17.03.2010

PSI: Konzernumbau trägt reiche Früchte

Mit Hilfe der Software der Berliner (...) überwachen Stromversorger ihre Leitungsnetze. Auch Autobauer (VW), Stahlgiganten (Arcelor) und die Bahn kaufen bei PSI ein.

Noch vor wenigen Jahren hatte die 1969 gegründete Softwareschmiede den Ruf eines ramponierten Gemischtwarenladens inne. Inzwischen wurden die verlustträchtigen Aktivitäten aber restrukturiert. Das Unternehmen gilt als Haus- und Hoflieferant zahlreicher DAX-Konzerne, und verfügt bei RWE und Eon über eine starke Marktstellung. Im Rahmen einer Analystenkonferenz sprachen wir mit Vorstandsmiglied Harald Schrimpf über Markttrends und die Resultate des letzten Jahres. (...)

2009 legten die Umsätze um etwa 14% auf 147 Millionen Euro zu. Das Betriebsergebnis vor Zinseinflüssen und Steuern (EBIT) kletterte um 25% auf 7,8 Millionen Euro. Der Nettogewinn schoß um 61% auf 6,6 Millionen nach oben. 2010 dürften die Berliner, erstmals seit dem Börsengang vor rund elf Jahren, eine Dividende ausschütten – voraussichtlich 21 Cent je Aktie. Die Geschäftsleitung geht davon aus, bis Silvester 160 Millionen Umsatz zu stemmen. Das Betriebsergebnis soll auf über zehn Millionen steigen! In Zeiten liberalisierter Strommärkte kommt Anbietern wie PSI eine wachsende Bedeutung zu, auch weil die Zahl der  angeschlossenen Solarkraftwerke und Windräder anschwillt und die Leitungen vor sog. black-outs geschützt werden müssen. Technik-Vorstand Schrimpf bringt die Sache auf den Punkt: „Je mehr Streß im Netz ist, umso besser für uns.“ Die Nachfrage dürfte weltweit auch rapide ansteigen, weil die „intelligente Verbrauchssteuerung“ den Bedarf treiben wird. Mit einem KGV von 16 (2010) ist das Papier attraktiv!