10.02.2011

PSI profitiert von geplantem Netzausbau

Der Umbau zu einem intelligenten Stromnetz kommt langsam in Gang. Ein klarer Profiteur ist PSI mit der Software für die Netzsteuerung.

Die Einbindung der alternativen Energien in die Stromversorgung stand bei der heute zu Ende gehenden Energiemesse E-World im Vordergrund. Dass sich diese Ziele nur über ein neues intelligentes Stromnetz – sogenannten Smart Grids – realisieren lassen, ist unter den Experten aus der Energiewirtschaft Konsens. Ein Profiteur dieser Entwicklungen ist das Softwareunternehmen PSI. Bei der Netzsteuerung und Netzbetreuung ist das Unternehmen mit Abstand deutscher Marktführer.

(...) Die Chancen dass die Berliner in Zukunft zahlreiche lukrative Aufträge vermelden werden, stehen gut. Vor kurzem gab die Bundesnetzagentur ihren Segen für die sogenannte Norger-Verbindung. Eine 570 Kilometer lange Gleichstrom-Leitung durch die Nordsee soll Deutschland und Norwegen verbinden. Überschüssiger Strom aus deutschen Windkraftanlagen fließt nach Norwegen um dort in Pumpkraftwerken genützt und gespeichert zu werden. Die Norger-Verbindung ist nur ein kleiner Teil des Zukunftspotentials. Bis 2050 investiert Deutschland kräftig in den Ausbau des 18.000 Kilometer langen Energienetzes das für die stark expandierenden erneuerbaren Energien nicht ausgelegt ist.

Aufträge an Land ziehen sollte PSI auch beim Bau der Nord Stream-Pipeline. Bei der Gas-Verbindung von Russland durch die Ostsee profitieren PSI von den guten Verbindungen zu Gazprom. Die Pipeline wird Ende 2012 fertig gestellt. Alle 100 Kilometer gibt es Kompressorstationen, wo PSI die Systeme zur Steuerung und Überwachung der Pipeline implementieren könnte.

Projekte gibt es zuhauf: Estland und Finnland wollen sich über eine 650-Megawatt-Leitung vernetzen. Die Nordsee-Offshore-Netz-Initiative birgt weiters Potential.

Die Steuerungssoftware wird jedoch nicht nur für die Bereiche Energieversorgung eingesetzt. Auch in der Stahl- und Montanindustrie sowie Infrastrukturmanagement hilft sie Kosten zu sparen. (...)