02.02.2011

Stromnetze: Zappenduster in Zwickau

In Deutschland gehen schon bald die Lichter aus – wenn nicht endlich Milliarden in die Stromnetze investiert werden. (...) Ausrüstern wie PSI oder Schneider Electric stehen goldene Zeiten ins Haus.

Den Strom unter Kontrolle

Damit die Republik immer Strom hat, benötigen Energieversorger die Dienste des Softwareunternehmens PSI. Seit 1976 steuern und kontrollieren die Berliner Stromnetze für E.on, RWE & Co. So analysiert die PSI-Software laufend das Netz auf mögliche Störungen und wie der Betreiber dann darauf reagieren sollte - um die Versorgung aufrechtzuerhalten.

Die Bedeutung der Netzkontrolle nimmt immer weiter zu. Denn so wunderbar umweltfreundlich wie erneuerbare Energieträger wie Windkraft auch sind - ein ebenso großer Albtraum sind sie für die das Stromnetz. (...) Es wird immer komplexer, Erzeugungs- und Verbraucherverhalten auszubalancieren. Die PSI-Software macht die Netze effizienter. So berechnet sie anhand aktueller Wetterdaten und -prognosen  das Angebot an Wind- und Solarenergie. Und hilft, Engpässe oder zu hohe Spannungen zu vermeiden- sowohl für Übertragungs- als auch Verteilnetze. (...)

Die Dienste der Berliner sind so wichtig, dass sich der Energiekonzern RWE im Jahr 2009 rund 18 Prozent der Anteile an PSI sicherte. Mehr als zwei Drittel der deutschen Energienetze werden von PSI-Software kontrolliert und gesteuert. Das Unternehmen gilt als das führende Software-Haus, wenn es um komplexe Netze geht. Für die Analysten des Investmenthauses Jefferies ist die PSI-Aktie daher der beste Weg, um von dem anstehenden Investitionsboom bei den Netzen in Europa und Asien zu profitieren. Für das laufende Jahr rechnen die Experten mit einem Gewinnsprung um mehr als 60 Prozent. (...)

Überflieger im Netz

Beim Ausbau der Stromnetze kommen die Versorger an den Diensten der PSI kaum vorbei. Wegen des rasanten Wachstums taxieren Analysten den fairen Wert der Aktie auf bis zu 24 Euro. Stopp: 14 Euro (...)